Auf Altenholz wartet Spitzenteam Nummer drei

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 05.09.2015

Fußball-SH-Ligist TSV Altenholz darf sich über die Qualität seiner aktuellen Gegner nicht beklagen: Waren es zuletzt die Topteams aus Eichede und Eutin, mit denen sich die Elf von Trainer Ulf Ciechowski messen durfte, wartet morgen (14 Uhr) mit dem Ex-Regionalligisten VfR Neumünster der nächste Hochkaräter auf den nach gutem Start mittlerweile auf Rang acht abgerutschten TSVA. Und damit auch die nächste Niederlage?

„Jedes Spiel wird neu gespielt. Nachdem wir uns in Eichede gut geschlagen haben und nach einer schwachen ersten halben Stunde auch gegen Eutin mithalten konnten, besteht kein Anlass, ängstlich nach Neumünster zu fahren“, zeigt sich TSV-Co-Trainer Kristian Hamm kämpferisch. In der Tat mussten sich die Altenholzer den beiden genannten Spitzenmannschaften jeweils nur knapp beugen (3:4, 1:2) und haben deshalb keinerlei Veranlassung, sich bei den natürlich favorisierten „Veilchen“ zu verstecken. Die seit drei Spielen ungeschlagenen Neumünsteraner holten aus ihren letzten drei Begegnungen sieben Punkte und schenkten zuletzt dem Preetzer TSV fünf Gegentore ein – es scheint, als sei der VfR in der SH-Liga angekommen.

Der TSV Altenholz, der am Mittwoch durch einen 2:0-Erfolg beim TSV Flintbek den Einzug in die dritte Pokalrunde des Kieler Kreispokals feierte, nutzte die Gelegenheit und testete beim Kreisligisten einige Spieler, die in dieser Saison bislang noch nicht zum Zug kamen. So liefen unter anderem Helge Stahl und Veton Hodaj auf – Spieler, die nach auskurierten Verletzungen gern in die Stammelf zurückkehren würden. Gut möglich, dass mit Hodaj morgen zumindest einer seine Einsatzzeit bekommt, denn den Gelb-Schwarzen werden Jonas Schomaker und René Joswig fehlen.

Denkbar, das Hodaj die Position von Schomaker übernehmen wird, der gegen Eutin 08 noch von Las Bellmann vertreten wurde. Zurück im Kader ist Paul-Eric Camps, der ausgerechnet gegen die beiden Spitzenteams ausfiel, gegen den VfR aber wieder von Anfang an dabei sein dürfte. Sollte es der TSV Altenholz schaffen, in Neumünster vom Anpfiff an hellwach zu sein und die Vorgaben seines Trainergespanns zu beherzigen, muss ein Remis gegen den Absteiger kein utopisches Ziel sein.