Vier TSVA-Treffer reichen nicht (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 06.10.2015

Fußball-Schleswig-Holstein-Ligist zu sorglos beim 4:5 gegen Todesfelde

Neun Treffer in einem Punktspiel des TSV Altenholz – das gab es zuletzt am 9. Mai dieses Jahres, als sich der Fußball-Schleswig-Holstein-Ligist seinem Gastgeber Flensburg 08 mit 1:8 beugen musste. Und auch diesmal zog die Elf von Trainer Ulf Ciechowski und Kristian Hamm den kürzeren: Mit 4:5 (1:2) unterlag sie dem SV Todesfelde und fiel damit hinter seinen Gegner auf Platz sieben der Tabelle zurück. Überragender Akteur dieser Partie war der vierfache Todesfelder Torschütze Morten Liebert, dem es die Altenholzer teilweise allerdings auch recht einfach gemacht hatten.

Trotz der dritten Saisonniederlage zollte Co-Trainer Hamm seinem Team ein Lob: „Wir haben heute viel Moral bewiesen und nie aufgesteckt. Dafür können wir uns zwar nichts kaufen, aber das wird uns dabei helfen, uns auf die nächsten schweren Aufgaben vorzubereiten.“ Paul-Eric Camps eröffnete den offenen Schlagabtausch, als er nach acht Minuten das Altenholzer 1:0 erzielte, aus dem Morten Liebert (21., 26.) alsbald eine Todesfelder Pausenführung machte. „In der Kabine haben wir uns dann viel vorgenommen“, so Hamm, der seine Elf wieder in der Erfolgsspur wähnte, als Timo Bruns SVTorhüter Danny Schramm zum 2:2 überlupfte (56.).

Aber erneut konnte sich der Gastgeber auf Liebert verlassen. Der antwortete erst mit dem 3:2 (60.) und verwandelte dann einen Strafstoß zum 4:2 (70.). Zunächst war Thomas Piper zum Abschluss gekommen, war dabei aber vom in dieser Saison erstmals mitwirkenden Helge Stahl behindert worden. Schiedsrichter Max Rosenthal (Lübeck) entschied auf Elfmeter und zudem auf einen Platzverweis gegen Stahl (70.). „Eine harte Entscheidung“, urteilte Hamm, dessen Elf dennoch nicht aufgab und nur zwei Minuten später in Unterzahl durch Lasse Jensen zum Anschlusstreffer kam (72.).

Als dann Camps das mögliche 4:4 ausließ und stattdessen Todesfeldes Philipp Möller (79.) zum 5:3 erfolgreich war, sollte die Partie immer noch nicht beendet sein. Erst verkürzte Pierre-Didier Webessie (86.), dann hatte der eingewechselte Christopher Wurr das 5:5 auf dem Fuß, und schließlich handelte sich Timo Bruns noch die Gelb-Rote Karte ein (90.+3), weil er anderer Ansicht war als Schiedsrichter Rosenthal. „Das alles müssen wir jetzt schnellstmöglich verarbeiten, denn die nächsten schweren Spiele stehen vor der Tür“, bilanzierte Hamm.