Altenholz mit kühlem Kopf beim FC Kilia (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 17.10.2015

„Derbys sind nur dann cool, wenn man auch gewinnt“, freut sich Kristian Hamm, Co-Trainer des Fußball-Schleswig-Holstein-Ligisten TSV Altenholz auf die Auseinandersetzung am Sonnabend bei Aufsteiger FC Kilia Kiel (15.30 Uhr), setzt seine Elf damit aber gleichzeitig auch unter Druck: Drei Zähler sollen heute her, um nach dem SV Henstedt-Ulzburg am vergangenen Wochenende den nächsten Widersacher in der Tabelle auf Distanz zu halten.

„Nur das kann unser Ziel sein. Ohne überheblich sein zu wollen: Das sind Spiele, die man gewinnen muss“, sagt Hamm, der gemeinsam mit Cheftrainer Ulf Ciechowski die Startelf des letzten Wochenendes aufbieten könnte, wenn beide es denn wollten. Doch da sowohl Ciechowski als auch Hamm die ersten 45 Minuten beim 2:0 über den SV Henstedt-Ulzburg bestenfalls nur im Ansatz gefielen, ist sehr wohl mit der einen und anderen Umstellung zu rechnen. Denn erst mit der Einwechselung von René Joswig und Berg Pekgür zu Beginn der zweiten Hälfte nahmen die Altenholzer vor Wochenfrist entsprechend Fahrt auf.

So lange will das TSV-Trainerduo heute offenbar nicht warten, sondern möchte den Neuling vielmehr von Beginn an unter Druck setzen. Daher kann davon ausgegangen werden, dass Joswig und Pekgür heute in der Anfangsformation stehen werden. „Wir müssen von Beginn an hellwach sein, den Kampf annehmen, aber auch kühlen Kopf bewahren und auf unsere eigenen Stärken vertrauen“, sagt Hamm, der von einer intensiven Auseinandersetzung ausgeht. Denn die Kieler, zuletzt knapper 2:1-Sieger beim Preetzer TSV, wussten bislang vor eigenem Publikum noch nicht so richtig zu überzeugen und handelten sich bereits vier Niederlagen ein. Zum einen werden sie also diese Bilanz aufbessern wollen, zum anderen benötigen sie weiterhin jeden Punkt für den Klassenerhalt, denn trotz dreier Auswärtssiege konnten sie bis dato noch nicht richtig Luft zwischen sich und das Tabellenende bringen. Andererseits steht das Team von Trainer Özcan Atasoy derzeit deutlich besser da, als viele andere SH-Ligaaufsteiger zum gleichen Zeitpunkt.