TSVA-Keeper Özdemir patzt und macht seinen Fehler wieder wett (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 20.10.2015

Altenholz begann wieder gut und musste dann um 2:1-Sieg zittern

„Souverän sieht anders aus, aber wir haben auch diese Pflichtaufgabe gelöst und Platz sechs verteidigt“, fasste Kristian Hamm, Co-Trainer des TSV Altenholz den 2:1 (2:1)-Derbysieg seines Teams bei Aufsteiger FC Kilia Kiel zusammen. Nach seinem siebten Saisonsieg zählt der TSVA damit weiterhin zum oberen Tabellendrittel der Fußball-Schleswig-HolsteinLiga, spürt aber den heißen Atem der Konkurrenz.

Daher zählten für Hamm erst einmal nur die drei Punkte, die sich die Altenholzer aufgrund einer fast schon gewohnheitsgemäß starken Anfangsphase verdienten. Denn in einem erwartet intensiv geführten Nachbarschaftsduell ließ der Ball zunächst deutlich häufiger durch die Altenholzer Reihen, die im zweifachen Torschützen Kevin Link ihren gefeierten „Derbyhelden“ haben sollten. Der schnelle TSV-Angreifer hatte das Vertrauen seines Trainergespanns erstmals nach 20 Minuten zurückgezahlt, als er nach toller Vorarbeit von Paul-Eric Camps und Steffen Bruhn mit seinem sechsten Saisontor das 1:0 erzielt hatte.

Einmal nicht auf der Höhe, wurde der TSV Altenholz nur sechs Minuten später für eine Nachlässigkeit bestraft: Bei einem unnötigen Ausflug aus seinem Gehäuse hatte sich Torhüter Hüsnü Özdemir gegen Yannik Jakubowski nur noch mit einem Foul zu helfen gewusst, woraufhin Jonas Nöhr den Strafstoß zum Ausgleich nutzte (26.). „Danach haben wir Ruhe bewahrt und auf unsere nächste Chance gewartet“, lobte Hamm seine Spieler für deren auch weiterhin abgeklärtes Spiel, das letztlich kurz vor der Pause zum Erfolg führte. Diesmal war Camps im Strafraum der Gastgeber zu Boden gegangen. Link schnappte sich den Ball und traf vom Elfmeterpunkt zur erneuten Altenholzer Führung.

Nach Wiederbeginn wurde die Partie zunehmend hitziger. Die Kieler agierten nun offensiver, „doch wir haben hinten sicher gestanden, waren allerdings bei unseren Kontern nicht effektiv genug“, kritisierte Hamm, der aber froh war, dass sein Team die beste Kieler Phase auch dank eines guten Özdemir unbeschadet überstanden hatte. „Nach mehr als einem Drittel der Saison befinden wir uns absolut im Soll“, freute sich Hamm über den nächsten „Dreier“, dem sich am Wochenende der dritte in Folge anschließen könnte, wenn es daheim gegen den Oldenburger SV geht.