Altenholzer Gegner „echt rätselhaft“ (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 31.10.2015

Nach drei Siegen in Folge ist Fußball-Schleswig-Holstein-Ligist TSV Altenholz hungrig auf den nächsten Sieg. Der soll heute eingefahren werden, wenn die Elf von Trainer Ulf Ciechowski und Kristian Hamm beim PSV Neumünster (14 Uhr) antritt, eines der derzeit wohl am schwersten einzuschätzenden Teams der gesamten Liga.

Auch Co-Trainer Hamm ist sich nicht sicher, wo er die Gastgeber einsortieren soll. „Die jüngsten Neumünsteraner Ergebnisse lassen alles zu – nur keine klaren Erkenntnisse über die aktuelle Stärke“, tappt er ein wenig im Dunkeln, wenn er sich die letzten Resultate der „Polizisten“ betrachtet: Vor ihrem 1:4 am vergangenen Wochenende gegen den Preetzer TSV stürzten die Schützlinge von Trainer Danilo Blank beispielsweise den Heider SV von der Tabellenspitze, in dem sie diesen mit 2:0 bezwangen. „Davor haben sie gegen Holstein II nur mit 0:1 verloren, um wiederum eine Woche vorher gegen Oldenburg mit 1:5 zu unterliegen. Echt rätselhaft“, sagt Hamm, der dessen ungeachtet folgenden Schluss zieht: „Gegen spielstarke Mannschaften scheinen sich die Neumünsteraner offenbar leichter zu tun.“ Da er auch seine Mannschaft in diese Kategorie einordnet, geht er von einer knappen Entscheidung, auf jeden Fall aber von einem echten Prüfstein aus, den der Tabellenzwölfte für seine Mannschaft sein wird.

Dass sich der TSV Altenholz nach wie vor für das Hallenmasters qualifizieren kann, spielt für Ciechowski und ihn weiterhin keine Rolle. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und wollen die beiden letzten Hinrundenspiele gewinnen. Guckt dann am Ende das Hallenmasters dabei heraus, dann freuen wir uns. Wenn nicht – auch kein Problem. Dann war die Hinrunde immer noch eine gute“, sagt der Altenholzer Co-Trainer, der heute auf seinen bislang torgefährlichsten Spieler verzichten muss. Kevin Link, unter Ciechowski und Hamm zu alter Gefährlichkeit zurückgekehrt, wurde in dieser Woche von einer Grippe niedergestreckt, die Helge Stahl und Timo Bruns mittlerweile auskuriert haben. Die beiden kehren also ins Aufgebot zurück und vergrößern damit die Alternativen.