Neues Spiel, altes Leid (Liga)

Von Torge Meyer, Kieler Nachrichten, 03.11.2015

Fußball-SH-Ligist TSV Altenholz geht gegen den PSV beim 1:4 wieder einmal leer aus

Siegesserie beendet, Mini-Chance auf das Hallenmasters verspielt: Der TSV Altenholz kassierte am vorletzten Hinrunden-Spieltag der Fußball-SH-Liga trotz früher Führung ein 1:4 beim PSV Neunmünster. Statistisch gesehen keine überraschende Niederlage.

„So langsam ist der PSV unser Angstgegner“, sagte Timo Bruns, der in der Vorwoche wegen Grippe nicht voll trainieren konnte und erst ab der 59. Minute ins Spielgeschehen eingreifen durfte. Die bittere Bilanz der Altenholzer gegen den PSV seit 2009: ein Sieg, sechs Niederlagen. An der Stettiner Straße reißen die Gelb-Schwarzen schon lange keine Bäume mehr aus: 1:3 (12. Mai 2010), 0:2 (3. August 2013), 2:6 (23. August 2014) und jetzt 1:4. Dabei startete der zuletzt drei in Folge siegreiche Tabellensechste furios, obwohl ihm mit Kevin Link und ab der 35. Minute auch Paul Camps (Wadenzerrung) wichtige Akteure fehlten. René Joswig, der PSVVerteidiger Marcel Stoltenberg zumindest in den ersten 45 Minuten viele Rätsel aufgab, nutzte ein Ausrutschen von Niklas Casper eiskalt zum 1:0 (4.). „Wir haben Probleme, wenn wir früh in Führung gehen“, sagte Ulf Ciechowski. Der TSVA-Trainer sah fortan „viel zu viele Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung“. Der Defensivverbund offenbarte zu große Lücken, obwohl Innenverteidiger Thore Ceynowa einen starken Tag erwischt hatte.

Julian Langnau hätte nach dem Ausgleich (9.) die neuerliche Führung erzielen können. Der 20-Jährige reagierte zwar schnell, als PSV-Torhüter Philipp Reinhold den Flankenball fallen ließ, doch sein Schuss ging knapp neben das PSV-Tor (23.). Erneut Langnau (54.) und Joswig (68.) fanden in Reinhold ihren Meister, der eingewechselte Pierre Webessie zielte in der Nachspielzeit freistehend zu hoch. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie bereits entschieden, weil mit Robin Ziesecke (80., Foulelfmeter), Patrick Fürst (85.) und Marinko Ruzic (90.+3) alle drei PSV-Joker stachen.

Dass sich Bruns und Webessie, der aus Frust auch noch das Ersatzbank-Gehäuse demolierte, nach dem Schlusspfiff auch noch eine verbale Auseinandersetzung lieferten, nervte Ciechowski kolossal: „,Das kann keiner gebrauchen. So etwas klärt man in Ruhe intern. Das hat keine gute Außenwirkung.“