Doppelte Rehabilitation (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 07.11.2015

Gastgeber TSVA und der Heider SV wollen Niederlagen vergessen machen

Der TSV Altenholz würde die Hinrunde der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga liebend gern mit einem Sieg abschließen, wird sich dafür heute (14 Uhr) vor eigenem Publikum allerdings mächtig strecken müssen: Zu Gast im Stadion an der Klausdorfer Straße ist nämlich mit dem Heider SV eine der Überraschungsmannschaften dieser Saison.

In der vergangenen Saison nur mit viel Mühe dem Abstieg in die Verbandsliga entronnen, finden sich die Heider seit Saisonbeginn permanent auf einem Spitzenplatz wieder und reisen heute als Tabellendritter an. Für Kristian Hamm, Co-Trainer des TSV Altenholz, ist die gute Platzierung der Gäste nicht vollkommen überraschend. „Der Mix aus jung und alt, aus Kampfkraft und Spielwitz, stimmt in dieser Saison bei den Heidern, die ich schon zweimal gesehen habe“, zollt er der Leistung der Dithmarscher Respekt, hält sie aber auch nicht für unbezwingbar.

„Wenn wir heute unsere Attribute wieder zum Einsatz bringen, dann ist auch der Heider SV zu bezwingen“, glaubt Hamm, der die 1:4-Niederlage aus Neumünster ebenso wie sein Team und Cheftrainer Ulf Ciechowski im Laufe der Woche gut verarbeitet hat. „Auch so etwas gehört dazu, dieses 1:4 wollen wir ebenso wenig überbewerten wie unsere drei Siege zuvor“, zeigt er sich realistisch. Auch der Tabellendritte schwächelte am vergangenen Wochenende ein wenig, als er sich gegen den Preetzer TSV etwas überraschend seine zweite Heimniederlage einhandelte. „Dafür wird sich Heide heute rehabilitieren wollen“, rechnet Hamm mit einem doppelt motivierten Gast, gegen den einige Stammspieler ausfallen werden: Timo Bruns zog sich einen Magen-Darm-Infekt zu, Kevin Link ist beruflich verhindert, Paul-Eric Camps erhielt jüngst einen Schlag auf die Wade und droht ebenfalls auszufallen. Doch personelle Engpässe waren für Hamm noch nie der Anlass zur Klage, so auch diesmal nicht: „Wir sind nach wie vor stark besetzt“, vertraut er seinem breiten Kader.