Vorteil Spielpraxis für Altenholz (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 05.03.2016

Aber auch der VfR Neumünster steht unter Druck

Wenn heute um 14 Uhr die Fußball-Schleswig-Holstein-Ligisten TSV Altenholz und VfR Neumünster im Stadion an der Klausdorfer Straße aufeinandertreffen, dann gehen die Gastgeber mit dem leichten Vorteil in die Begegnung, bereits zwei Punktspiele bestritten zu haben. Die „Veilchen“ aus Neumünster hingegen mussten nach einem 2:3 beim SV Henstedt-Ulzburg vor zwei Wochen am vergangenen Wochenende gleich wieder aussetzen, sollten also weniger im Fluss sein, als der TSV Altenholz.

Der will heute – nach zwei Niederlagen in Folge – laut Co-Trainer Kristian Hamm „den Bock endlich umstoßen“, um nicht im Niemandsland der Tabelle zu verschwinden. „Nicht nur der Trainer-Ehrgeiz ist groß, den ersten Sieg im neuen Jahr einzufahren“, sagt Hamm und spricht dabei auch für „Chef“ Ulf Ciechowski. Gleiches wird allerdings auch für die Gäste gelten, die nach dem Abzug von neun Punkten als Tabellenelfter unversehens wieder mit dem Rücken zur Wand stehen und auf nur fünf Punkte Abstand auf den ersten Abstiegsplatz blicken. Der Druck, der auf den Gästen lastet, ist also groß.

Bei den Platzherren wird sich in personellen Dingen im Vergleich zur vergangenen Woche nur geringfügig etwas ändern. Während Berg Pekgür und Helge Stahl wieder in den Trainingsbetrieb einstiegen, werden Shpend Meshekrani, die Neuzugänge Andy Waczlawski und Jannis Sändker, der noch an diesem Wochenende gesperrte Hüs Özdemir und vermutlich auch Steffen Bruhn ausfallen. Bruhn könnte durch Klausurarbeiten von einem Einsatz abgehalten und würde dann durch Lennart Grützmacher, einem weiteren Neuen im Trikot des TSV Altenholz, ersetzt werden. „Er kann Steffen durchaus vertreten“, ist sich Hamm sicher.

Im übrigen hofft der Altenholzer Co-Trainer auf einen bespielbaren Rasenplatz, denn auf dem Kunstrasen darf und wird die heutige Begegnung auf gar keinen Fall ausgetragen werden. „Zum einen verbieten dies die Sicherheitsauflagen des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, der uns zum anderen nur ein gewisses Kontingent an Punktspielen auf unserem Kunstrasen zugebilligt hat. Und das ist ausgeschöpft“, so Hamm.