Die dritte Niederlage in Folge (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 08.03.2016

Fußball-SH-Ligist muss sich nach dem 0:3 erst einmal an die neue Situation gewöhnen

Das Jahr 2016 und der TSV Altenholz – das passt noch nicht richtig zusammen. Auch im dritten Anlauf blieb die Elf von Trainer Ulf Ciechowski und Kristian Hamm ohne Punktgewinn: Mit 0:3 (0:2) musste sie sich dem VfR Neumünster beugen, verteidigte aber trotz ihrer dritten Niederlage in Folge Platz sechs der Fußball-SH-Liga.

„Wir wollten hier nicht in Schönheit sterben, sondern haben gradlinig und schnörkellos gespielt“, beschrieb Gästetrainer Thomas Möller das Spiel der „Veilchen“ und traf damit den Nagel auf den Kopf. Denn im ersten Durchgang hatte sich seinem Team keine Chance eröffnet, und dennoch ging es mit einer 2:0-Führung in die Kabinen. Nach einem Eckball von Beytullah Bilgen hatte zunächst Paulinus Igbokwe zum 0:1 getroffen (23.), das Ugur Dagli (45.+1) mit dem Pausenpfiff auf 0:2 ausbaute – am Spielfeldrand rauften sich Ciechowski und Hamm die Haare. Zum einen, weil der Freistoß, der zum 0:2 geführt hatte, unberechtigt gewesen war, zum anderen, weil ihr Team ebenso gut hätte in Führung liegen können.

Denn im ersten Durchgang war der TSV die bessere Mannschaft gewesen, hatte aber durch Lasse Jensen und René Joswig seine beiden besten Chancen nicht nutzen können. „Wer weiß, wie es dann gelaufen wäre“, sinnierten unisono Neumünsters Coach Möller und sein Gegenüber Hamm.

Das zweite VfR-Tor, das Möller für „richtig wichtig und gut für die Moral“ hielt, zog den Altenholzern den Zahn. Zwar kamen sie guten Mutes aus der Pause zurück, doch schien niemand wirklich noch daran zu glauben, die Partie drehen zu können. Und als wollte er die Gastgeber darin bestärken, traf Dagli in der 54. Minute zum 3:0. „Damit war natürlich alles entschieden“, gestand Hamm, der nach dem Schlusspfiff von einer „neuen Situation“ sprach. „An die müssen wir uns erst gewöhnen.“ Denn mit drei Niederlagen in Folge betrat der TSV Altenholz zumindest in dieser Saison Neuland.

Thomas Möller indes war froh, dass sein Team nach der 2:3-Niederlage beim SV Henstedt-Ulzburg sowie einem anschließenden Spielausfall die ersten drei Punkte im neuen Jahr eingefahren, seine Elf andererseits aber in Altenholz nicht noch deutlicher gewonnen hatte. Denn das wäre durchaus möglich gewesen, doch hatten Dagli und der eingewechselte Issam Khemeri noch Chancen liegen gelassen. „Gut so, denn wer weiß, ob wir dann nicht um einiges nachlässiger an die nächsten Aufgaben heran gegangen wären“, so der VfR-Coach.

„An die erste Halbzeit muss unsere Mannschaft jetzt anknüpfen. Spielerisch und kämpferisch war die in Ordnung“, weigerte sich dagegen Kristian Hamm nach dem Schlusspfiff, seine Stimmung von der erneuten Niederlage abhängig zu machen und dem tristen Wetter anzupassen.