Undankbare Heimaufgabe gegen das Schlusslicht

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 19.03.2016

Es ist eine eher undankbare Aufgabe, die heute auf den TSV Altenholz wartet. Um 14 Uhr empfängt er mit dem FC Reher/Puls den hoffnungslos abgeschlagenen Tabellenletzten der Fußball-Schleswig-Holstein Liga, gegen den natürlich jeder einen klaren Altenholzer Sieg erwartet.

„Dabei haben wir uns schon bei unserem 2:1-Hinspielsieg schwer getan“, warnt TSV-Co-Trainer Kristian Hamm. Um seine Warnung zu unterstützen, verweist er auf das vor einer Woche errungene 1:1 des Schlusslichts gegen den Preetzer TSV, der erst in letzter Sekunde zu seinem Treffer kam. „So ein Ergebnis zeigt, dass der FC Reher/Puls immer noch da ist und Leben in ihm steckt“, so Hamm, der aber trotz aller Unwägbarkeiten natürlich auch selbst einen Sieg seines Teams voraussetzt. „Wir müssen nach unserem Erfolg in Meldorf jetzt weiter punkten und wollen heute Abend auf 39 Zähler blicken“, sagt er und fordert seine Spieler auf, die hierzu erforderlichen Attribute abzurufen. „Wir müssen von Beginn an wach und präsent sein. Das geht gegen Gegner von oben meist automatisch, ist aber gegen Mannschaften von unten nicht immer selbstverständlich.“

Umbauen müssen Trainer Ulf Ciechowski und Hamm ihre Mannschaft nur in der Abwehr. Nach seiner Gelb-Roten Karte in Meldorf fällt Innenverteidiger Torge Nissen aus, als Vertreter stehen Nico Quegwer sowie Jonas Schomaker zur Verfügung. „Beide haben schon auf dieser Position gespielt“, erklärt Hamm, der neben den Langzeitverletzten Sändker und Waczlawski auch an diesem Wochenende noch auf Timo Bruns und Shpend Meshekrani verzichten muss. „Timo ist am Donnerstag wieder in Training eingestiegen, Shpend fängt in der kommenden Woche mit dem Lauftraining an“, klärt Hamm über den Stand der Dinge auf. Wieder im Kader ist nach zweiwöchiger Verletzungspause Pierre-Didier Webessie, so dass das Altenholzer Trainergespann im Angriff über eine zusätzliche Alternative verfügt.