Schwere Fußballkost (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 22.03.2016

Fußball-SH-Ligist TSV Altenholz müht sich zum 2:1-Sieg gegen das Schlusslicht FC Reher/Puls

„Das waren heute drei gewonnene Punkte – nicht mehr und nicht weniger.“ Kristian Hamm, Co-Trainer des Fußball-Schleswig-Holstein-Ligisten TSV Altenholz, war es deutlich anzumerken, dass er mit dem knappen 2:1 (1:0)-Erfolg über den Tabellenletzten FC Reher/Puls nicht wirklich zufrieden war.

Wie schon eine Woche zuvor bei seinem 1:1 gegen den Preetzer TSV hatte sich das hoffnungslos abgeschlagene Schlusslicht auch in Altenholz teuer verkauft und es den Platzherren nicht leicht gemacht. Einen Grund für die wenig überzeugende Partie seiner Elf sah Hamm in dem holprigen Platz: „So sehr wir ihn noch vor zwei Wochen gelobt haben, so schlecht bespielbar war er heute. Das soll aber keine Entschuldigung sein, denn letztlich hat unser Gast keine besseren Bedingungen vorgefunden.“

Trotz des schwer zu bespielenden Geläufs erwischte der TSV Altenholz den besseren Start und lag schon nach neun Minuten vorn, weil Kevin Link einen an Nico Quegwer verschuldeten Foulelfmeter verwandelt hatte. Danach aber lieferten sich beide Seiten eine zerfahrene Partie. Der TSV Altenholz suchte immer wieder mit langen Bällen den Weg in den Strafraum des FC Reher/Puls, der jedoch kaum noch etwas zuließ. „Wir waren auch in den Zweikämpfen nicht so griffig wie sonst“, kritisierte Hamm beim Gang zum Pausentee.

Im zweiten Durchgang änderte sich nichts, es blieb bei der schweren Fußballkost. Und als Timo Albers nach einem Einwurf in der 71. Minute den Ausgleich markierte, lag für kurze Zeit eine Überraschung in der Luft. „Doch glücklicherweise haben wir gleich zurückgeschlagen“, war Hamm froh, dass die Altenholzer Antwort auf diesen Gegentreffer nur vier Minuten auf sich warten ließ: Nach Vorarbeit von Quegwer drückte Jonas Schomaker den Ball zur erneuten Altenholzer Führung über die Linie (75.), was den FC Reher/Puls endgültig aus der Reserve lockte. Den Altenholzern eröffneten sich nun noch einige gute Konterchancen, doch „diese Angriffe haben wir nicht gut zu Ende gespielt“, so Hamm, der wie alle Gelb-Schwarzen noch einmal um die drei Punkte bangen sollte, als ein Freistoß von Thies Göttsche nur um Zentimeter am Tor vorbei strich.

„Wir haben jetzt zwei Wochen Pause. Die Zeit werden wir nutzen, um einiges aufzuarbeiten und auf Rasen zu trainieren“, deutete Hamm nach der Partie an, dass seinem Kader einige intensive Trainingstage statt geruhsamer Osterferien bevorstehen.