Ein Trainerwechsel zur Unzeit (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 02.04.2016

Altenholz-Gegner Henstedt-Ulzburg hofft mit Cornelsen auf die Wende

Nach zweiwöchiger Pause steigt der TSV Altenholz am Sonntag wieder ins Geschehen der Fußball-SHLiga ein, wenn er um 15 Uhr Gast des vom Abstieg bedrohten SV Henstedt-Ulzburg ist. Dabei treten die Gastgeber erstmals unter Federführung von Andreas Cornelsen an, der am Dienstag als Nachfolger von Jens Martens benannt wurde und den Tabellen-14. durch dessen letzten acht Begegnungen führen soll.

Martens hatte im Winter nach 13-jähriger Tätigkeit das Ende seiner Zusammenarbeit mit dem SVHU angekündigt und seinen zum Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängert. Nachdem aber zuletzt die für den Klassenerhalt erforderlichen Punkte ausgeblieben waren – aus seinen letzten fünf Spielen holte der SVHU nur zwei Zähler –, sah sich die Vereinsführung zum Handeln gezwungen und trennte sich von Martens.

„Das macht uns die Aufgabe nicht leichter, denn unter einem neuen Trainer will sich jeder Spieler zeigen und empfehlen“, sieht TSV-Co-Trainer der Partie mit gemischten Gefühlen entgegen, um seine Spieler aber gleich darauf in die Pflicht zu nehmen. „Wenn wir morgen das abrufen, was wir können, bestehen wir auch in Henstedt“, peilt Hamm den dritten „Dreier“ in Folge an und scherzt: „Das ist doch eine alte Regel, dass auf drei Niederlagen drei Siege folgen.“

Die personellen Voraussetzungen, um gegen den SVHU auch zum fünften Mal hintereinander den Platz als Sieger zu verlassen, sind gut. Zwar hat sich im Lager der Langzeitverletzten so gut wie nichts getan, dafür kehren aber Timo Bruns und der zuletzt gesperrte Torge Nissen ins Aufgebot zurück. Ersetzt werden müssen dagegen die Urlauber Berg Pekgür uns Jonas Schomaker. Gewinnt der TSV Altenholz also zum fünften Mal in Folge gegen den SV Henstedt-Ulzburg, würden dessen Abstiegssorgen zwar wachsen, doch hätte die Mannschaft von Trainer Ulf Ciechowski und Kristian Hamm mit dann 42 Punkten ein erstes Saisonziel erreicht.