Keine Altenholzer Hilfe im Derby (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 09.04.2016

Kilianer sind noch nicht aus dem Schneider und „benötigen weiterhin jeden Punkt“

„Morgen ist Derbytag“, freute sich Kristian Hamm, Co-Trainer des Fußball-Schleswig-Holstein-Ligisten TSV Altenholz, schon gestern auf das heutige Duell gegen den Tabellenzwölften FC Kilia Kiel, das in der Hinrunde umkämpft war mit 2:1 knapp zugunsten der Altenholzer geendet hatte.

Wenn der Aufsteiger um 14 Uhr seine Visitenkarte im Stadion an der Klausdorfer Straße abgibt, wartet auf den TSV Altenholz ein Gast, der am vergangenen Wochenende gerade noch rechtzeitig die Kurve bekommen hat, um nicht vollends in den Abstiegssog zu geraten: Nach österlichen Auswärtsniederlagen gegen den SV Todesfelde sowie das Schlusslicht FC Reher/Puls ließ das 3:0 über den Preetzer TSV Trainer Lars Dubau und seine Mannen erst einmal tief durchatmen.

Doch kein Kilianer wird so verwegen sein, sich nach dem zweiten Sieg im Jahr 2016 als gesichert zu betrachten. „Unsere Gäste benötigen weiterhin jeden Punkt“, weiß Hamm, was heute auf seine Mannschaft zukommen wird.

Doch die hat den Anspruch, in der Tabelle noch ein wenig nach oben zu klettern. „Alles sind kernige Fußballer, die am Wochenende auf den Platz gehen, um ein Spiel zu gewinnen““, will Hamm weder etwas von Nachbarschaftshilfe noch von eventuell nachlässigem Spiel wissen. Ein Platz im oberen Tabellendrittel, also mindestens Rang sechs, war einmal das Ziel des TSV Altenholz und soll auch nach wie vor erreicht werden. „Daran hat sich nichts geändert“, fordern Chefcoach Ulf Ciechowski und Hamm den vierten Sieg in Folge, der die Aussichten deutlich verbessern würde, vom siebten auf den sechsten Platz zu klettern.

Da passt es dem Trainergespann natürlich prima ins Konzept, dass die mit 3:0 in Henstedt-Ulzburg siegreiche Elf nicht verändert werden muss. Zu den bekannten Ausfällen gesellten sich keine weiteren, so dass Ciechowski und Hamm auf die Startelf vom vergangenen Wochenende zurückgreifen können – gerade vor einem Derby eine Ausgangsposition, die sich jeder Trainer wünscht. „Wenn es uns dann noch gelingt, den Derbycharakter anzunehmen, sollten wir unseren Hinspielerfolg wiederholen können“, glaubt Hamm.