TSV Altenholz schnupperte an Überraschung (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 18.05.2016

In Heide war ein Sieg möglich

Beinahe wäre der TSV Altenholz die vierte Mannschaft gewesen, die in dieser Saison drei Punkte aus Heide entführt: 91Minuten waren bei einer von Kevin Link (84.) erzielten Altenholzer 1:0-Führung gespielt, als Paul-Eric Camps ein vermeintliches Handspiel unterlief, das Schiedsrichter Jörn Göttsch mit einem Strafstoß und der Roten Karte gegen den „Sünder“ ahndete. Und da sich Heides Alex Hardock nicht zweimal bitten ließ und den Elfmeter verwandelte (90.+2), behielt der Sechste der Fußball-SH-Liga dann doch noch daheim einen Punkt.

„Ich selbst war zu weit vom Ort des Geschehens entfernt, aber Paul hat Stein und Bein geschworen, dass er den Ball an den angelegten Oberarm bekommen hat“, schlug sich TSV-Co-Trainer Kristian Hamm nach dem Schlusspfiff auf die Seite von Camps und wurde durch Heides Co-Trainer bestätigt: „Das war kein Handspiel“, gab Mamadou Sabaly dem Altenholzer Abwehrspieler recht. Der hatte mit seiner unglücklichen Aktion einen Schuss des Heiders Bastian Sticken auf der Linie abgeblockt und daher nach Ansicht von Göttsch und den Regeln entsprechend auch „Rot“ verdient. „Ich hoffe, das Verbandsgericht hat ein Einsehen und sperrt Paul nur für das letzte Punktspiel am kommenden Sonnabend. Dann könnte er jedenfalls im Pokal wieder dabei sein“, so Hamm, den der Platzverweis mehr schmerzte, als die beiden spät verlorenen Punkte. „Da es für uns um nichts mehr geht, können wir das Remis durchaus verkraften, auch wenn wir gern alle drei Zähler mitgenommen hätten.“

Das wäre auch durchaus möglich gewesen, denn in einem von beiden Seiten vor allem im zweiten Durchgang erfreulich offensiv geführten Spiel hatten sich den Altenholzern einige gute Gelegenheiten eröffnet, was in gleichem Maße allerdings auch für die Einheimischen galt. „Das Spiel hätte auch 3:3 enden können“, so Hamm, für den die Partie nach dem späten 0:1 durch Kevin Link (84.) eigentlich entschieden war. Doch quasi mit dem Schlusspfiff sollte es dann doch noch anders kommen. „Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Vielleicht sind wir ja demnächst einmal Nutznießer einer solchen Szene“, hofft Hamm entweder im letzten Spiel gegen den Preetzer TSV oder dann im Kreispokal-Halbfinale auf ausgleichende Gerechtigkeit.