Neue Nummer eins gesucht (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 19.05.2016

Torwart Özdemir und Bruhn wechseln zur Kieler „Filiale“ Inter Türkspor

Sollte dem Kieler Fußball-Verbandsligisten Inter Türkspor am Ende dieser oder eventuell auch erst am Ende der kommenden Saison der Titelgewinn in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost und der damit verbundene Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga glücken, dann träfe er neben 15 anderen Gegnern zweimal auch auf den TSV Altenholz. Und das dürften dann sicherlich Spiele der etwas anderen Art werden, tragen doch bereits heute sechs einstmals für den TSV Altenholz aktive Akteure das rot-weiße Trikot des aktuellen Verbandsligazweiten, der bekanntlich von Harry Witt trainiert wird. Jenem Harry Witt, der weit mehr als ein Jahrzehnt für die sportlichen Belange in Altenholz verantwortlich war und dort im Winter 14/15 entlassen wurde.

Schnell wurde Witt bei Inter Türkspor wieder aktiv und entsann sich auf der Suche nach Verstärkungen ganz offensichtlich früherer Kontakte nach Altenholz: So trugen in den vergangenen 15 Monaten mit dem vom Osdorfer SV gekommenen und mittlerweile dorthin zurückkehrenden Patrick Jess, Ali Kalma, Veton Hodaj, Kevin Wendt sowie die über die Umwege TSV Schilksee und Condor Hamburg gekommenen oder noch kommenden Tom Wüllner und Björn Kastner ebenso den rotweißen Dress wie zwei weitere Wechselwillige es in Zukunft tun werden: „Hüsnü Özdemir und Steffen Bruhn werden in der neuen Saison für Inter spielen“, erklärte TSVA-Co-Trainer Kristian Hamm zu Beginn dieser Woche. „Wir lassen sie nur schweren Herzens gehen, denn beide waren absolute Leistungsträger, denen ich allerdings bei ihrem neuen Klub alles Gute wünsche“, verabschiedet Hamm die beiden Spieler in Richtung Kiel, nicht ohne zu betonen, dass alle Wechsel sauber und sportlich fair abgelaufen seien.

Da mit Max Jacobsen auch der zweite Torwart des TSV Altenholz seine Handschuhe an den Nagel hängen und sich zukünftig dem Kampfsport widmen will, besteht auf der Position der Nummer eins also echter Handlungsbedarf bei den Altenholzern. „Wir sind in guten Gesprächen, aber mehr kann und möchte ich dazu derzeit noch nicht sagen“, ist Hamm zuversichtlich, die größte aller in einer Mannschaft möglichen Lücken schon bald adäquat schließen zu können.