Vierter Versuch, vierte Schlappe (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 19.07.2016

SH-Ligist TSV Altenholz unterlag dem SV Eichede im Viertelfinale nach Führung mit 1:3

Auch im vierten Anlauf binnen eines Jahres sollte es für den Fußball-SH-Ligisten TSV Altenholz gegen den SV Eichede nicht zu einem Sieg reichen: Wie im vergangenen Jahr trafen beide Teams erneut im Viertelfinale des SHFV-Lotto-Pokals aufeinander, und wie vor zwölf Monaten zog erneut der frisch gebackene Regionalligaaufsteiger unter Leitung seines neuen Trainers Jörn Großkopf in die Vorschlussrunde ein. Mit 3:1 (1:1) behielt der SV Eichede nach zwei Siegen in der Punktrunde damit zum vierten Mal in Folge die Oberhand über einen TSV Altenholz, der dennoch zu gefallen wusste.

„Wir wären natürlich gern ins Halbfinale gekommen, zumal die Chance dazu gegeben war, aber unterm Strich ging der Sieg des SV Eichede in Ordnung. Für uns war es dennoch ein guter Tag“, resümierte TSVA-Co-Trainer Kristian Hamm, der aber eine Szene nicht aus dem Kopf bekam. Nachdem Julian Langnau mit Unterstützung von Gästekeeper Julian Barkmann nach 15 Minuten die Altenholzer Führung markiert hatte, sollte sich den Platzherren zehn Minuten später die Riesenchance zum 2:0 eröffnen: Allein steuerte René Joswig in spitzem Winkel auf Barkmann zu und suchte selbst die Entscheidung, statt auf den besser postierten Langnau zu passen.

„Ein Treffer zu diesem Zeitpunkt hätte es Eichede sicher noch schwerer gemacht“, stellte Hamm fest und wurde später von SV-Coach Großkopf bestätigt: „Wir haben in der ersten Halbzeit vieles vermissen lassen“, räumte er ein, obwohl kurz vor dem Seitenwechsel im Anschluss an den schönsten Angriff seiner Elf durch Evgenij Bieche (41.) der Ausgleich gefallen war. „Mit diesem Tor im Rücken hatte es der SV Eichede nach dem Wiederanpfiff natürlich leichter, sein Spiel durchzuziehen“, analysierte Hamm. Als dann nach einer guten Stunde die Altenholzer Abwehr für einen Moment nicht im Bilde war, erst einen Einwurf schlecht verteidigte und anschließend auch noch Mustafa Karaaslan das 1:2 ermöglichte, sollte dies das Ende des TSV Altenholz einläuten, für den kurz zuvor abermals Joswig das mögliche 2:1 ausgelassen hatte.

„Gegen einen Gegner von solcher Qualität wird der kleinste Fehler sofort bestraft“, so Hamm, der auch noch das 1:3 durch Marc Oldag registrieren musste (79.). Und beinahe wäre diese Viertelfinalbegegnung wie im Vorjahr mit 1:4 zu Ende gegangen, doch parierte TSV-Torhüter Jan Detlefsen einen von ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter von Arnold Lechler (88.).