TSV Altenholz zum dritten Mal nur Außenseiter (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 06.08.2016

Heute kommt Spitzenreiter TSV Schilksee

Das hat Seltenheitswert: Nach der 0:2-Niederlage gegen Eutin 08 am Mittwoch empfängt der TSV Altenholz am heutigen Sonnabend (14 Uhr) mit dem TSV Schilksee den nächsten Spitzenreiter der Fußball-SH-Liga. Der Ex-Regionalligist gewann seine beiden ersten Pflichtspiele glatt und übernahm gemeinsam mit dem punkt- und torgleichen VfR Neumünster zunächst einmal die führende Position.

„Der dritte Gegner in Folge, gegen den wir nur Außenseiter sind“, charakterisiert TSVTrainer Kristian Hamm das heutige Nachbarschaftsduell, das nach einjähriger Pause eine Neuauflage erfährt. Nicht nur der breit aufgestellte Schilkseer Kader macht die Gäste zum Favoriten, auch ein Blick in die jüngere Geschichte dieses Derbys bestätigt Hamm. Siebenmal standen sich beide Seiten seit 2011 gegenüber, nur einmal – am 14. September 2011 – reichte es für die Altenholzer zu einem Sieg. Späte Tore von Sebastian Worbs und Björn Kastner schlugen seinerzeit den Gast. Der reist heute nach einem 4:1-Auftaktsieg über den TSV Kropp sowie einem 3:1 beim TuS Hartenholm am Mittwoch mit breiter Brust an und will seine gute Ausgangsposition durch den dritten Sieg in Serie festigen.

„Das wird wohl eine weitere Partie werden, in der sich unsere jungen Spieler die Hörner abstoßen können“, mutmaßt Hamm, wirft aber ein, dass „wir nichts zu verschenken haben.“ Nach zwei – nicht unerwarteten – Niederlagen in Folge steht der TSV Altenholz zwar noch nicht unter Druck, aber allein fürs Selbstvertrauen wäre es Gold wert, gelänge dem auf den letzten Platz zurückgefallen Gastgeber heute zumindest ein Teilerfolg. Einer, der bei sechs der sieben genannten Partien gegen Schilksee dabei war, ist TSVAKapitän Lasse Jensen, am vergangenen Mittwoch gegen Eutin 08 nicht einmal im Kader. „Aufgrund einer kurzfristigen Erkältung mussten wir ihn leider aus der Mannschaft nehmen“, klagt Hamm, hofft aber, heute auf seinen Kapitän zurückgreifen zu können. „Er kann unsere jungen Spieler führen“, sagt der der TSVACoach, der ansonsten frei von personellen Sorgen ist.