TSVA hat noch etwas gut beim Heider SV (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 17.09.2016

Später Ausgleich nervt Trainer Hamm immer noch

Die Begegnungen zwischen dem TSV Altenholz und dem Heider SV gehören zu den Klassikern der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga, zählen doch beide Seiten seit Jahren zu deren Inventar. Am heutigen Sonnabend um 14 Uhr kommt es in Dithmarschen zu einer Neuauflage dieses Duells, wenn die Altenholzer ihre Visitenkarte beim Tabellensechsten abgeben, diesmal allerdings unter anderen Voraussetzungen als beispielsweise noch vor zwei Jahren.

Seinerzeit wäre der Heider SV beinahe abgestiegen und rettete sich nur um Haaresbreite vor dem Gang in die Verbandsliga. „Der Heider SV von damals hat nichts mehr mit dem von heute zu tun“, weiß TSV-Trainer Kristian Hamm, dass die Dithmarscher eine enorme Wandlung durchgemacht haben, die sie binnen kürzester Zeit zu einer der Spitzenmannschaften der SH-Liga werden ließ. Eine kompakt auftretende Elf ohne herausragende individuelle Einzelkönner pflegt ein schnelles Umschaltspiel, das jeden Gegner herausfordert. „Den Heidern ist es gelungen, viele junge Spieler in die Mannschaft zu integrieren“, sieht Hamm den Gastgeber dort, wo er und Ulf Ciechowski mit ihrer Mannschaft erst noch hin wollen.

Auf dem Weg dorthin war der erste dreifache Punktgewinn am vergangenen Wochenende eine echte Hilfe und der guten Stimmung innerhalb des TSV nur förderlich. „Und jetzt würden wir gern dort weitermachen, wo wir in Kropp aufgehört haben“, sagt Hamm und spricht damit auf das verbesserte Spiel seiner Akteure an. „Jetzt gilt es, die Abläufe zu präzisieren.“ Da mag ein Gegner wie der Heider SV gerade recht kommen, denn gegen ihn sahen die Altenholzer zumeist gut aus. Erst in der letzten Saison hätten sie beinahe drei Punkte vom „kleinen“ HSV entführt, doch entschied der Schiedsrichter seinerzeit auf einen sehr zweifelhaften Elfmeter, den die Gastgeber in der Nachspielzeit zum 1:1 nutzten – eine Szene, die Hamm bis heute nicht vergessen hat: „Sehr ärgerlich, denn wir waren mit unserer Rumpfelf nahe dran an einer Überraschung.“

Die kann nun heute nachgeholt werden, auch wenn mit dem beruflich verhinderten Helge Stahl, Timo Kramer und Andy Watzlawczyk drei Akteure ausfallen. Dafür kehrt Lasse Leinweber nach überstandener Innenbandverletzung ins Aufgebot zurück und könnte der Abwehr zusätzlichen Halt geben.