Der nächste Verletzte (Liga)

Kieler Nachrichten, 05.10.2016

Die Hoffnungen des TSV Altenholz auf einen weiteren Auswärtserfolg haben sich zerschlagen. Trotz einer in der zweiten Halbzeit ansprechenden Leistung gelang es den Gelb-Schwarzen nicht, den Bock umzustoßen. Das 0:2 beim PSV Neumünster war die zehnte Saisonniederlage im zwölften Spiel. Bitterer noch als die null Punkte war die Knieverletzung von Pierre Webessie, der ohne Fremdeinwirkung bei der Ballannahme (11.) im PSV-Rasen hängen blieb und mit dem Krankenwagen abgeholt wurde. „Wir haben den Verdacht einer Kreuzbandverletzung, hoffen aber das Beste“, sagte TSVA-Co- Trainer Kristian Hamm. In Neumünster musste der TSVA auf Nico Quegwer, Jan Patzel und Lasse Jensen verzichten.

Trotzdem erspielten sich die Gäste im zweiten Abschnitt einige gute Möglichkeiten. „Wenn Pierre Webessie noch dabei gewesen wäre, hätten die ein Tor geschossen“, sagte PSV-Co-Trainer Thomas Eggers nach dem Abpfiff. So war die Niederlage vor allem für Torhüter Jan Detlefsen ein Grund nach dem Abpfiff laut zu fluchen. „Jede Woche der gleiche Mist“, schimpfte er. Dabei hatte der 27-Jährige gehörigen Anteil am ersten Gegentreffer. Der unplatzierte Schuss von Timo Nath prallte vom Bein des Schlussmanns zum 0:1 (19.) ins eigene Netz. Davor und danach hatte der PSV weitere Hochkaräter ausgelassen. „Der Rückstand zur Pause war verdient, weil wir in den entscheidenden Zonen zwei, drei Spieler für die Balleroberung brauchten“, analysierte Hamm.

Besser wurde es nach der Pause. „Wir waren drauf und dran, das 1:1 zu erzielen“, sagte der Co-Trainer. Es fehlte aber der letzte Punch, um den Ball ins Tor zu befördern. Die Altenholzer blieben nun bereits zum sechsten Mal in dieser Serie ohne eigenen Treffer. Das zweite Gegentor war ebenfalls ärgerlich, weil die Situation schon bereinigt schien, ehe Wilko Schmidt plötzlich allein vor Detlefsen keine Mühe hatte (79.). „Für mich war das eine zweifelhafte Abseitssituation“, sagte Hamm.