Alles gegeben, aber nichts geholt (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 01.11.2016

Fußball-SH-Liga-Schlusslicht TSV Altenholz ging auch in Todesfelde leer aus

Es will und will einfach nicht klappen mit dem dritten Saisonsieg des TSV Altenholz. Obwohl Gastgeber SV Todesfelde nur um Nuancen besser war als das Schlusslicht der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga, reichte es für dieses dennoch nicht zu einem Teilerfolg oder gar einem „Dreier“.

„So einen Treffer kassierst du nur, wenn du unten stehst“, war TSVA-Trainer Kristian Hamm schon nach acht Minuten bedient. Todesfeldes Mehmet Agdan hatte 30 Meter vor dem Altenholzer Kasten einen Distanzschuss riskiert und dabei den Ball nicht richtig getroffen. Doch genau dies machte ihn für Jan Detlefsen zwischen den TSV-Pfosten zu einem unhaltbaren Geschoss. „Unfassbar“, stöhnte Hamm, um dann eine kampfbetonte Partie mitzuverfolgen, in der viele kleinere Hakeleien und Nickeligkeiten keinen wirklichen Spielfluss aufkommen ließen. Somit blieben Torraumszenen eine absolute Mangelware. Eine der wenigen Ausnahmen bildete ein weiterer Todesfelder Fernschuss, diesmal abgefeuert von Morten Liebert, den Detlefsen an den Kopf bekam. Der anschließende Nachschuss landete am Pfosten.

Die Qualität der Partie wurde auch nach Wiederbeginn nicht besser, weil sich beide Teams intensiv bearbeiteten. Ein weiterer Versuch von Liebert, den Detlefsen im Stil eines Klassekeepers parierte, sowie eine Kopfballchance für Julian Langnau auf der anderen Seite waren die einzige Ausbeute. Und dann steuerte noch Jonathan Ketelsen allein auf Todesfeldes Torwart Fabian Oeser zu, konnte diesen aber nicht überwinden.

Es passte ins Bild, dass eine Standardsituation herhalten musste, um die Partie zu entscheiden. Nach einem Eckball war Dennis Studt in der Schlussminute um den Bruchteil einer Sekunde schneller als sein Bewacher Malte Ceynowa und spitzelte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. „Wir haben hier heute eine gute kämpferische Arbeit abgeliefert und alles in die Waagschale geworfen, was wir hatten“, wollte Hamm nach der Partie niemandem einen Vorwurf machen.