Sieg oder Abstiegssog (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 18.03.2017

Weder Altenholz noch Kropp können sich im Duell eine Niederlage leisten

Es gab schon deutlich erfreulichere Vorzeichen, wenn sich die Fußball-Schleswig-Holstein-Ligisten TSV Altenholz und TSV Kropp in früheren Jahren gegenüberstanden. Beide Teams gehörten mindestens zur gesunden Mittelklasse ihrer Liga, klopften zeitweise sogar ganz oben an und standen immer für guten und attraktiven Fußball.

Doch wenn heute der TSV Kropp sein Gastspiel in Altenholz gibt (14 Uhr), wird alles anders sein: Den Einheimischen steht das Wasser nach ihrem 0:1 beim TuS Hartenholm an der Unterlippe, nicht weit davon entfernt bewegt es sich beim TSV Kropp, vor Wochenfrist auf eigenem Platz 1:2-Verlierer gegen den Heider SV. Und dennoch – oder gerade weil beide Mannschaften extrem bedroht sind – darf heute von einer von beiden Seiten mit offenem Visier geführten Begegnung ausgegangen werden.

„Wir sollten uns daran erinnern, dass wir in der Hinrunde eine lange Niederlagenserie ausgerechnet in Kropp beenden konnten. Und daran, was für ein tolles Gefühl das war“, versucht TSVA-Trainer Kristian Hamm für eine positive Grundstimmung zu sorgen. Und dennoch: Beiden hilft im Grunde nur ein Sieg in einem Spiel über dem, seitdem es diese Paarung gibt, erstmals für beide Klubs das Abstiegsgespenst schwebt.

Verliert der TSV Altenholz, dann dürfte es nahezu unmöglich werden, in den noch ausstehenden zehn Begegnungen den Regelabstiegsplatz zu verlassen. Verliert der TSV Kropp, dann steckt er wieder mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt und hätte im Ringen um den so wichtigen elften Tabellenplatz weiter wertvollen Boden verloren. So wird die Elf von Gästetrainer Dirk Asmussen, die sich wie der TSV Altenholz seit knapp zwei Jahren in einem totalen personellen Umbruch befindet, heute genauso auf Sieg setzen müssen wie der TSV Altenholz.

Der kann einmal mehr nicht in seiner Wunschformation auflaufen: Zwar sind Andy Watzlawczyk und Julian Langnau wieder dabei, dafür fallen die allesamt an Zerrungen laborierenden Jonas Schomaker, Helge Stahl und Mehmet Kaya aus. Zudem ist Torhüter Jan Detlefsen noch gesperrt.