Zwei Niederlagen in 48 Stunden (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 19.04.2017

Ärgerlichem 1:3 gegen Oldenburg folgte für TSV Altenholz ein 1:2 gegen VfR Neumünster

Nachdem er aus seinen letzten vier Begegnungen neun Punkte geholt hatte, wollte Fußball-Schleswig-Holstein-Ligist TSV Altenholz über Ostern zum ganz großen Schlag ausholen: Sechs Zähler waren zu vergeben, der zwölfte Tabellenplatz und damit unter Umständen der Klassenerhalt lockte. Doch aus dem großen Befreiungsschlag sollte nichts werden, denn einer Niederlage am Ostersonnabend gegen den Oldenburger SV (1:3) ließ die Elf von Trainer Kristian Hamm zwei Tage später ein 1:2 gegen den VfR Neumünster folgen.

Kam die Niederlage gegen den Tabellendritten nicht wirklich überraschend, war hingegen jene gegen Oldenburg nicht eingeplant und in ihrer Entstehung ärgerlich.

Gegen einen tief stehenden Gast hatte zunächst Finn Hanke einen Foul- und später Lars Schomaker unglücklich einen Handelfmeter verursacht: Beide Strafstöße verwandelte Oldenburgs Bennet Dumke (29., 52.) zu einer 2:0-Führung für die Gäste. Als dann Jan Patzel zum Anschluss traf (81.), war es zu spät, um das Ruder noch einmal herumzureißen. Vielmehr glückte Daniel Junge sogar noch das 3:1 (87.). „In kämpferischer Hinsicht kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, aber wir haben wieder einmal zu viele Chancen versiebt“, ärgerte sich Hamm.

Zwei Tage später hielt der TSV Altenholz gegen den VfR Neumünster gut mit, allerdings bestritt der Gast auch sein viertes Spiel innerhalb von acht Tagen. „Sie gingen schon ein wenig auf dem Zahnfleisch“ räumte Hamm später ein. So hielt sich der Tabellendritte geduldig zurück, um dann gleich seine erste richtige Möglichkeit zu nutzen und durch Ugur Dagli (33.) zu treffen. Die Entscheidung fiel nach einer Stunde, als ein langer Pass den Neumünsteraner Aladji Barrie ereichte, dessen Schuss von Thore Ceynowa unhaltbar für Jan Detlefsen im TSV-Tor mit der Hand zum 0:2 abgefälscht wurde. „Wäre der Ball nicht reingegangen, hätte es Elfmeter gegeben“, tröstete sich Hamm, der aber noch einmal Hoffnung schöpfte, als Julian Langnau zwei Minuten später nach Zuspiel von Andy Watzlawczyk ins kurze Eck traf.

In der Folgezeit entwickelte der TSV Altenholz noch einmal viel Druck, doch Yilmaz Caglar im VfR-Kasten erwies sich als ein echter Könner und ließ die Altenholzer einige Male scheitern. „Wir haben heute nicht gebolzt, sondern gute spielerische Ansätze gezeigt. Insgesamt ist es nicht mehr der TSV Altenholz der Hinrunde, das war heute deutlich zu sehen“, konstatierte Hamm, auch wenn seine Elf binnen 48 Stunden zweimal ohne Punkte geblieben war.