Projensdorf ein gutes Pflaster? (Liga)

Von Jürgen Griese, Kieler Nachrichten, 22.04.2017

TSV Altenholz hofft auf ein Remis beim Favoriten Holstein Kiel II

Noch nie in der Geschichte des Kräftevergleichs zwischen den Fußball-SH-Ligisten TSV Altenholz und Holstein Kiel II verließen die Altenholzer den Platz als Sieger. Neunmal standen sich beide Teams seit 2012 gegenüber, siebenmal siegten die Kieler, zwei Begegnungen endeten mit einem Unentschieden. Am Sonntag (14 Uhr) kommt es in Projensdorf zu einer weiteren Auseinandersetzung, und es dürfte sich nur schwerlich jemand finden, der auf ein Ende der „schwarzen“ Altenholzer Serie setzen würde. Zu weit auseinander klaffen die Leistungskurven beider Kontrahenten. Auch wenn die Kieler nach der Winterpause längst nicht immer zu überzeugen vermochten, gelten sie dennoch als klarer Favorit.

Würde TSV-Coach Kristian Hamm auf seine Mannschaft wetten? „Da mir als Trainer vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband aus ein Wettverbot auferlegt ist, stellt sich diese Frage für mich nicht“, zieht er sich diplomatisch aus der Affäre, schiebt aber natürlich den Gastgebern die Favoritenlast zu. „Wenn der Tabellenzweite auf einen Gegner aus dem Tabellenkeller trifft, dann sind die Karten wohl klar verteilt.“

Was auch auf die unterschiedliche Zielsetzung beider Teams zutrifft: Während sich die Kieler noch einmal strecken müssen, um hinter Spitzenreiter Eutin 08 am Ende die Vizemeisterschaft feiern zu können (der VfR Neumünster rückte ihnen in der vergangenen Woche durch drei Siege in Serie sehr nah auf die Pelle), will der TSV Altenholz nach wie vor zumindest nicht als Regelabsteiger die Klasse verlassen müssen. Und nach wie vor besteht natürlich auch weiterhin die Chance, vielleicht doch noch Tabellenzwölfter zu werden. „Hierfür müssen zwar einige Faktoren zusammenspielen, aber solange die rechnerische Möglichkeit da ist, werden wir alles geben“, verspricht Hamm, der bis auf den im Urlaub befindlichen Emre Ünal sowie einige Langzeitverletzte erstmals seit Wochen ein komplettes Aufgebot beieinander hat.

Und so hofft das Altenholzer Umfeld, dass es für ihr Team morgen vielleicht zu einem Ergebnis wie im August 2013 oder im gleichen Monat des Jahres 2015 reicht, als der TSV Altenholz jeweils ein 2:2 gegen den ansonsten stets übermächtigen Gegner errang. Übrigens: Beide Punkte wurden in Projensdorf gewonnen. Ein gutes Omen also?